Tag 306

Früher Morgen:
Ein Glück, dass ich heute Nacht verschont wurde. Zwar sind diese Drecksviecher um den Baum geschlichen und haben rumgeschnüffelt, aber sie haben wenig Krach gemacht und ich konnte weiterschlafen.
Von hier oben habe ich eine gute Aussicht über die Umgebung. Man kann die Auswirkungen des großen Feuers gut erkennen. Kaum vorstellbar, was hier Mal gestanden haben muss. Und jetzt ist alles verbrannt. Asche, verkohlte Reste und Staub, soweit das Auge reicht. Die einzige Abwechslung bieten ein paar Bäume, die in unregelmäßigen Abständen hier herumstehen.
Dieser Anblick erinnert mich an das, was ich im großen Feuer und dem Zusammenbruch der Gesellschaft verloren habe. Nun sitze ich da und betrachte das einzige Foto, das ich von ihnen habe. Sie fehlen mir so sehr.

Später Nachmittag:
Ich bin einer Spur gefolgt. Als ich noch trübsinnig auf dem Ast saß, habe ich eine Bewegung wahrgenommen. Eine zierliche Person, die etwas an ein altes Straßenschild gesprüht hat.
Später, als ich mir sicher war, dass diese Person verschwunden war, bin ich zu dem Ort gelaufen. Auf dem Schild prangten in riesiger, neongrüner Schrift die Worte „Kommt zur Siedlung. Findet Frieden.“
Auf dem Straßenschild waren mit der gleichen Sprühfarbe einOrtsname und eine Entfernungsangabe umrandet.

Salem 11 km.

Wenn mich nicht alles täuscht, dann ist ganz in der Nähe eine Zuflucht zu finden. Zwar bin ich misstrauisch, aber ich kann auch den Funken der Hoffnung in meinem Herzen spüren. Für heute suche ich mir einen Platz zum Ausruhen und Schlafen. Morgen mache ich mich auf den Weg.
Wenn alles gut geht, schlafe ich morgen in einem Bett!

© Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten. 

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.